Ueber uns
Nach dem Mauerbau im Jahre 1961 gab es erste Gedanken, in Stuttgart eine Goethe-Gesellschaft zu gründen. Das geschah dann im April 1962 an historischer Stätte, nämlich im Schiller-Nationalmuseum Marbach am Neckar.Die bisherigen Vorsitzenden
1961 – 1973: Dr. med. Alfred F. Senff, Stuttgart1973 – 1977: Dr. phil. Fritz Hackert, Tübingen
Seit Februar 1977: Dr. phil. Bernd Mahl, Tübingen
Die Goethe-Gesellschaft war die einzige Vereinigung, die während der deutschen Teilung bestanden hat. Während der Trennung war es den Mitgliedern möglich, sich in Weimar zu treffen, ohne großen bürokratischen Aufwand. Es gab einen intensiven Gedankenaustausch zwischen Goethe-Freunden aus Ost und West.
Zwei Besonderheiten
Gespräche ohne Angst vor einer Beobachtung fanden bei Spaziergängen im Freien statt; in geschlossenen Räumen befürchtete man Wanzen. Wissenschaftler aus der DDR schmuggelten Materialien – wie Bühnenbilder zur Urfaust-Inszenierung von Bertolt Brecht – aus dem Land heraus, anlässlich von Vorträgen in Stuttgart.Nach der Wende halfen die westlichen Ortsvereinigungen den östlichen, die Vortragstätigkeit weiter laufen zu lassen und eingetragene Vereine zu gründen. Dabei stand Stuttgart für Sondershausen Pate und war in enger Partnerschaft mit der Goethe-Gesellschaft von Lettland verbunden.
Sprachregelung nach der Wende: Die Begriffe „alte und neue Bundesländer“ wurden sofort aus dem Sprachgebrauch innerhalb der Goethe-Gesellschaften gestrichen.
Tätigkeitsfelder heute
- Vorträge (nicht nur zu Goethe)
- Konzerte mit Goethe-Vertonungen
- Regelmäßige Führungen durch die Kunsthalle Tübingen mit anschließendem gemeinsamen Essen im Hause Mahl
- Podiumsveranstaltungen bzw. Beiprogramme zu aktuellen Inszenierungen Stuttgarter Theater
- Veröffentlichungen zu Themen um Goethe und Faust
- Studienfahrten
